Tagebuch meiner Reise in den Outback

22.April 2018

Übersicht
Eintrag vom 14.03.2005
Heute haben wir mal die Möglichkeit gehabt auszuschlafen, da es ausnahmsweise mal keinen Sonnenaufgang zu bestaunen gab. Wir frühstückten gemütlich und unterhielten und dabei über das Dingo-Geheule, das wir in der Nacht gehört hatten. Wir sind alle nachts aufgewacht, als die Dingos heulten und immer näher kamen. Wie ein Wolfsrudel kamen sie immer näher und heulten immer lauter. Doch letztendlich hat sie keiner gesehen. Ein spannendes Erlebnis war es dennoch. So mitten im Outback unter freiem Himmel zu liegen und dann zu hören, wie sich wilde Hunde anschleichen...ich hab jetzt noch Gänsehaut wenn ich dran denke =).
Nach dem Frühstück packten wir all unser Zeugs zusammen und machten uns auf den Weg zum Kings Canyon. dort wollten wir den "full rim walk" machen, aber das war nich möglich, da am Track gerade Arbeiten durchgeführt wurden. Also liefen wir nur die halbe Strecke, und anschliessen auch die selbe Strecke wieder zurück. Aber die Strecke war sehr cool! Jede Menge Canyons und rauhe Felsklippen. An einer Stelle konnte man sich hinlegen und über die Kante mehr als 100m senkrecht nach unten schauen. Von dort aus konnte man auch ne kleine Plattform aus Felsen sehen. Es sah so aus, als ob man von dort aus sehr spektakuläre Blicke in das Tal werfen konnte.
Unser Weg führte uns von hier aus erst zum "Garden Eden", einem Wasserloch, das in einem sehr hübschen Tal lag. Um dieses Billabong konnte man herumgehen und dann über einige felsige Abschnitte zu der gesehenen Plattform. Der Ausblick von dort war echt perfekt. Zwischen zwei riesigen Felswänden türmten sich die heruntergebrochenen Felsbrocken und wurden von vielen palmenartigen Bäumen und anderem Grünzeugs überwuchert. Hier futterten wir noch einige Orangen und gingen dann wieder zum Carpark zur&uum;ck. Am mobilen Kiosk gab es noch Eis und dann ging die Fahrt weiter. Über ca. 200km dirt road bis nach Hermansburg, wo wir Vorräte auffüllten und dann noch die Leute ausstiegen, die nur die 3-Tagestour gemacht hatten. Diese wurden dann von einem anderen Auto abgeholt.
Der Rest fuhr über eine 4WD-Strasse zu unserem nächsten Campsite der direkt neben einem ausgetrockneten Flussbett lag. Dieses Tal war auch von sehr vielen wilden Pferden besiedelt, die immer wieder vorbeigetrabt kamen. Zum Sonnenuntergang fuhren wir an einen genialen Spot. Auf einer höher gelegenen Plattform auf die man mit etwas Anstrengung hochklettern konnte machten wir uns erstmal breit. Dort oben genossen wir mit Bier und Cola den Sonnenuntergang, der das ganze felsige Tal in atemberaubende Farben tauchte. Nicht ohne Grund nannte Scott diesen Ort seinen "magic spot".
Als die Sonne weg war fuhren wir holpriger Weise wieder zurück ins Camp und hatten dort noch nen Hammerbarbecue. Danach ging es wieder in die Swags um unter dem Sternenhimmel und bei ruhigen Gitarrentönen dem nächsten Tag entgegen zu schlafen.
Markus